Ballonauslösung mit Zugstangen

Lascia cha accada (Lass es geschehen) ein Tanzstück, welches im Mainfranken Theater Würzburg uraufgeführt und im Theater Ulm wiederaufgenommen wurde. Im zweiten Teil des Stückes schweben über einen Zeitraum von fast zwei Minuten im gesamten hinteren Bereich der Bühne schwarze und kupferfarbene Ballons zu Boden. Da die Ballons in unregelmässigen Abständen, bzw. immer an unterschiedlichen Stellen runterschweben sollten, brauchte es eine spezielle Art von Auslösung. Entwickelt haben das die Kollegen in Würzburg, wir haben das Prinzip übernommen und (v.a. mengenmässig) erweitert (unsere Bühne ist etwas breiter und tiefer).

Das Prinzip ist eigentlich sehr simpel: An einer (später) fahrenden Zugstange werden verschieden lange Schnüre festgebunden, welche am losen Ende einen kleinen Schlüsselring eingebunden haben. An der unmittelbar daneben liegenden (später stehenden) Zugstange werden mittels Heftfaden die Ballons und die Ringösen so eingebunden, dass der Schlüsselring bei Zugbelastung den Heftfaden zerreisst und der Ballon zu Boden fällt.
Durch geschickte Verteilung der Schnurlängen entsteht dann der Eindruck der Unregelmässigkeit und Zufälligkeit beim Herunterschweben der Luftballons.

Es waren zwei Zugstangenpaare im Einsatz, bestückt mit jeweils 19 Ballons.

Die Schnüre haben wir uns aus dem Drachenbaubedarf besorgt.

Die Längenschritte betrugen jeweils 10 Zentimeter.

Dieses Auslöseprinzip haben wir seitdem öfters wieder eingesetzt, wenn im Bühnenraum etwas von oben runterfallen soll und keine Möglichkeit besteht, das manuell zu machen (sprich z.B. von der Portalbrücke runterzuwerfen).

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